Leverage im Forex Trading

Der Devisenhandel ist der weltweit größte Finanzmarkt und bewegt über 5 Billionen US-Dollar pro Tag. Dabei sind die Marktteilnehmer vor allem auf die kleinsten Kursveränderungen aus, um ihre Positionen dann rechtzeitig zu kaufen oder verkaufen. Hauptwährungspaare wie USD/EUR erhalten im Forex-Trading die größte Aufmerksamkeit.

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Der Hebeleffekt ermöglicht es Ihnen, eine größere Position einzunehmen

Entsprechend schwierig kann es für einen kleinen Investor werden, auf diesem Markt profitabel zu handeln. Eine hilfreiche Methode ist die sogenannte Hebelwirkung, in Fachkreisen auch als Leverage bezeichnet. Leverage sorgt dafür, dass du eine größere Position eröffnest, als du eigentlich mit dem eingezahlten Geld besitzen könntest.

Es handelt sich also um eine Art Kredit, die durch die Margin gedeckt ist. Leverage, Kredit, Margin? Wer jetzt nur Bahnhof versteht, wird mit diesem Anfänger-Guide zum Experten im Thema Hebelhandel. 

Was ist Leverage im Forex-Trading?

Leverage ist keine neue Erfindung des Forex-Tradings. Vielmehr wurde ein Hebel schon zuvor in anderen Handels- und Investmentbereichen wie zum Beispiel Aktien genutzt. Wie funktioniert ein solcher Hebel nun allerdings genau?

Gehen wir davon aus, dass du 1.000 Euro zur Verfügung hast, um sie zu investieren. Du entscheidest dich für den Devisenhandel und zahlst das Geld demnach in deinen sogenannten Margin-Account ein. Der Broker stellt dir nun einen Betrag von 30.000 Euro zur Verfügung, um etwa in das Währungspaar USD/EUR zu investieren. Der Hebel würde in diesem Fall also 30:1 lauten, da du das 30-fache deines ursprünglichen Betrags investierst.

Damit handelt es sich im Grunde um einen Kredit, den du vom Broker erhälst, um dein eigenes Investment zu erhöhen. Die Folgen können positiv für dich sein. Schließlich benötigt es nur einen kleinen Ausreißer nach oben im Kurs des gewählten Währungspaares und schon werden sämtliche Gewinne ebenfalls um 30 multipliziert. Auf der Gegenseite sind allerdings auch Verluste über 100 % des ursprünglichen Investments möglich.

Im Gegensatz zu anderen Handelsbereichen wie Aktien oder Kryptowährungen wird im Devisenhandel eine deutlich höhere Leverage zugelassen. Das liegt vor allem daran, dass die Kursbewegungen meist so minimal sind, dass sonst praktisch kein Profit möglich wäre.

Warum solltest du dich mit Hebeln auskennen?

Es ist überaus wichtig, dass du dich gut mit Leverage und deren Folgen auskennst, ehe du mit dem Forexhandel beginnst. Schließlich handelt es sich praktisch um die einzige Art und Weise, auf die ein gewöhnlicher Trader auf lange Sicht Gewinne einfahren kann. 

Standardmäßig wird Forex-Trading in Lots betrieben. Das bedeutet zugleich, dass ein Lot genau 100.000 Einheiten der Grundwährung in einem Währungspaar entspricht. 

Zwar kann natürlich auch ein einfacher Trade ohne Leverage mit USD/EUR dazu führen, dass du Profit erzielst. Doch die Wahrscheinlichkeit einer riesigen Kursbewegung ist bei den großen Währungen doch eher unwahrscheinlich. Entsprechend lohnt sich der Handel mit geringem Hebel eher dann, wenn du auf die Entwicklung exotischerer Währungen spekulierst. 

Investierst du nun aber etwa mit 30-fachem Hebel, wird ein kleiner Gewinn von beispielsweise 10 Euro mit 30 multipliziert. Das Resultat sind statt 10 Euro dann 300 Euro – ein deutlicher Betrag, wenn es beim Forex-Trading um minimale Unterschiede geht. 

Das gilt genauso in die andere Richtung. Bewegt sich dein gehandeltes Währungspaar in die gegenteilige Region, kann ein kleiner Kurssprung, etwa um 100 Pips, bei gehebeltem Handel bereits bedeuten, dass die komplette Einzahlung verloren geht. Das Risiko, dessen du dir stets bewusst sein solltest, spielt deshalb eine große Rolle beim Leverage-Trading.

Was ist die Margin?

Wo mit Leverage gehandelt wird, ist die sogenannte Margin nicht weit. Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich um die Einzahlung, die du beim Broker leistest, um mit Hebel handeln und damit eine größere Position eröffnen zu können. Doch was genau bedeutet dies nun? 

Du zahlst 500 Euro ein und handelst mit einem Hebel von 30:1. Das heißt nun, dass du trotz geringerer Einzahlung ein Investment in Höhe von 15.000 Euro steuerst, sei es USD/EUR oder jegliches anderes Währungspaar.

Jener Ausgangsbetrag von 500 Euro ist nun deine Margin und wird durch den Hebel vonseiten des Forex-Brokers erhöht. Letztere erfordern gewöhnlich stets einen bestimmten Prozentsatz der gesamten Position, die du mit Leverage zu öffnen gedenkst. Ob dieser Betrag nun 1 % oder 2,5 % beträgt, hängt vom jeweiligen Online-Broker ab.

Wie du Forex-Leverage und Tradegröße auswählst

Durch die Auswahl der Höhe deines Hebels legst du zugleich fest, wie groß dein Trade am Ende ist. Wichtige Faktoren bei der Auswahl sind wiederum die Risikofaktoren, die du stets beachten solltest. Wie oben beschrieben, kann eine hohe Leverage zwar innerhalb weniger Augenblicke für potentiell hohe Gewinne, aber ebenfalls hohe Verluste sorgen. 

Umso mehr gilt es, beim Forex-Trading die richtige Balance zu finden. Ein Problem für viele Anfänger ist dabei, dass sie sich nicht gut mit den unterschiedlichen Brokern auskennen. So weisen letztere oftmals von Anbieter zu Anbieter eine unterschiedliche hohe Leverage auf. Wähle deshalb nur einen Forex-Broker online aus, mit dessen Hebelhöhen du dich langfristig anfreunden kannst. 

An einem Beispiel lässt dich die Auswahl der Tradegröße wunderbar erklären:

Zwei Trader handeln mit dem gleichen Währungspaar, tun dies jedoch bei zwei verschiedenen Brokern. Während bei einem der Hebel für Privatinvestoren standardmäßig bei 30:1 liegt, beschränkt sich der zweite auf 5:1. 

  • Trader 1: 1.000 Euro mit Hebel 30:1
  • Trader 2: 1.000 EUro mit Hebel 5:1

Nun fällt der Wert des gehandelten Währungspaares um 100 Pips. Was geschieht nun mit unseren beiden Beispiel-Händlern?

  • Trader 1 verliert sämtliche Margin durch die gehebelten Verluste.
  • Trader 2 macht ebenfalls Verlust, behält allerdings Geld übrig, um es in Zukunft besser zu investieren.

Das Beispiel zeigt: Wähle die Parameter deines Trades möglichst schlau aus. Sonst befindest du dich ebenfalls schnell in den Schuhen von Trader 1. Und das muss nun wirklich nicht sein.

Risiken und Vorteile des gehebelten Handels

Wie bereits mehrfach im Verlauf dieser Trading-Anleitung erwähnt, gehen mit dem Forex-Handel inklusive Leverage einige Risiken einher. Diese können sich entweder zugunsten oder auch zu ungunsten des Händlers entwickeln. Doch wo liegen die Risiken und Vorteile nun im Detail?

Risiken von Leverage im Forex-Trading

Die Risiken sind für Anfänger im gehebelten Devisenhandel besonders von Interesse. Das liegt daran, dass Verluste meist fatal sind und sämtliche Investitionen auf einen Schlag beenden können. Auch deshalb solltest du dir von Vornherein bewusst sein, dass höhere Leverage zugleich bedeutet, dass mögliche Verluste umso höher ausfallen können. 

Damit wird die Leverage zugleich zum Unsicherheitsfaktor. Sie muss stets beglichen werden, damit du weiter traden kannst. Des Weiteren entsteht das Risiko eines Margin Calls, auf den wir im nächsten Kapitel näher eingehen. Hier schließt dein Online Broker offene Trades und liquidiert dein Portfolio, um Verluste auszugleichen, die mit Eigenkapital unter Margin-Wert einhergehen.

Vorteile von Leverage im Devisenhandel

Natürlich hat Leverage im Devisenhandel auch viele Vorteile. In erster Linie steigen die Profitchancen rapide an, wenn selbst die geringste Veränderung in einem Kurschart dafür sorgen kann, dass Gewinne vervielfacht werden. Dazu kommt, dass trotz des kreditähnlichen Characters von Leverage keine Zinsen fällig werden. Sollten die Verluste zu hoch ausfallen, folgt schließlich vonseiten des Brokers der erwähnte Margin Call.

Insbesondere Forex-Trading-Anfänger profitieren vom Hebel. Ihnen wird die größte Barriere aus dem Weg geräumt, die aus dem Anfangskapital besteht. Selbst mit wenigen hundert Euros ist es jetzt bereits möglich, eine große Position zu eröffnen – dank Leverage. 

Was ist der Margin Call?

Ein wichtiger Begriff beim Handel mit Hebel ist der Margin Call. Umso entscheidender ist es, dass du dir seiner Bedeutung bewusst und im Fall der Fälle auf ihn vorbereitet bist. Zweifellos handelt es sich unter Devisenhändlern nicht um einen allzu beliebten Begriff. 

Die Bedeutung ist schließlich recht schnell erklärt. Du bist als Trader zum Zeitpunkt des Margin Calls nicht mehr in der Lage, eine Position offen zu halten oder weiter zu handeln. Das geschieht dann, wenn dein Geld in deinem eigenen Account nicht mehr ausreicht, um potentielle Verluste abzudecken. Entsprechend ist dein Eigenkapital unter die Margin gefallen. 

Sobald der Online-Forex-Broker einen Margin Call einleitet, bedeutet dies vorerst, dass er dich bittet, weitere finanzielle Mittel in deinen Account einzuzahlen. Du hast nun zwei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Du zahlst den geforderten Betrag ein: Deine Position bleibt geöffnet und du kannst wie gewohnt weiter traden.
  2. Du zahlst keinen zusätzlichen Betrag ein: Der Broker liquidiert nun dein Portfolio. Denn so kann er sich nun gegen Verluste absichern, die keine Seite bezahlen möchte. Dies geschieht stets zu den aktuellen Marktpreisen.

Fazit

Es ist keine einfache Angelegenheit, Leverage beim Forex-Trading zu nutzen. Insbesondere Anfänger sind sich der Risiken, die mit Hebelhandel einhergehen, oftmals nicht bewusst. Innerhalb weniger Sekunden ist es theoretisch möglich, sämtliches Geld, das sich im Account befindet, zu verlieren, wenn der Hebel zu hoch angesetzt wurde. Auf der anderen Seite besteht ebenfalls ein großes Potential für Gewinne, sofern ein Trade sich wie gewünscht entwickeln sollte. 

Umso wichtiger ist es, einen guten Partner an der eigenen Seite zu haben. Die Auswahl des Forex-Brokers ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum erfolgreichen Handeln. Leverage-Flexibilität ist etwa einer der Faktoren, die du beachten solltest. Mit unseren Experten-Testberichten der besten Online-Broker auf dem deutschsprachigen Markt bist du stets bestens informiert und kannst den für dich persönlich passenden Anbieter auswählen.